KARE unterstützt Condrobs Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Condrobs Geschäftsführer für Projekte mit jungen Menschen, Frederik Kronthaler (Mitte), freut sich auf die Fertigstellung des integrierten Wohnprojekts

Mit der finanziellen Unterstützung eines Integrationsprojektes für Flüchtlinge stehen wir für unsere Grundwerte Weltoffenheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit ein. KARE hilft, ein vorbildliches Wohnprojekt für junge Flüchtlinge an den Start zu bringen, in dem sie gemeinsam mit StudentInnen leben und lernen. Gestern zogen die ersten Möbel in das fast fertige Gebäude ein und einige KARE Kollegen haben kräftig mitangepackt!

KARE unterstützt Condrobs Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Jugendliche Flüchtlinge und StudentInnen unter einem Dach

In der Kistlerhofstraße in München Sendling um die Ecke vom KARE Kraftwerk entsteht derzeit das neue Integrationsprojekt von Condrobs. Momentan wird dort eine ehemaliges Bürohaus umgebaut und neu ausgestattet. Dort werden bald über 60 jugendliche Flüchtlinge an einem Ort der Sicherheit leben. Sie alle kamen unbegleitet nach Deutschland. Gleichzeitig entstehen im Gebäude mehr als 40 Apartements für StudentInnen und Gemeinschaftsbereiche. Es geht um gemeinsam Leben und Lernen unter einem Dach. In ihrem neuen Zuhause können sich die jungen Flüchtlinge in Ruhe und geschützt neu orientieren und die erste Schritte gehen, die für eine zügige soziale Integration wichtig sind.

KARE unterstützt Condrobs Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Ein Zuhause für das neue Leben

KARE unterstützt das integrierte Wohnprojekts mit der Ausstattung der Wohnungen, Apartments und Büros. Vor allem Stühle, Betten, und Schränke werden gebraucht, aber auch Sideboards, Sessel, Couchtische und Leuchten. Wir finden: Für den Start in ein neues und besseres Leben soll Wohnen auch Freude machen. Peter Schönhofen und Jürgen Reiter, die beiden Eigentümer und Geschäftsführer von KARE, werden bei der offiziellen Einweihung des Condrobs Projekts Anfang Oktober einen Spendenscheck mit einer fünfstelligen Summe zum Start überreichen. „Das ist ein absolut vorbildliches Projekt, jeder Mensch, der vor Krieg und Terror fliehen muss, braucht ein Zuhause. Wir alle sollten einen Beitrag leisten, um Menschen, die bei uns Schutz vor Gewalt und Krieg suchen, willkommen zu heißen“.

Ziel: Flüchtlinge und StudentInnen leben miteinander und lernen voneinander

Ziel des integrativen Wohnmodells: Junge Flüchtlinge im Alter von etwa 16 bis 21 Jahren kommen von Anfang an mit in Deutschland lebenden jungen Menschen in Kontakt, leben miteinander und lernen voneinander. So gelingt den Flüchtlingen die Integration deutlich leichter, während StudentInnen ihr Verständnis für andere Kulturen erweitern. Verbunden sind die beiden Wohnbereiche durch Gemeinschaftsräume und eine Kantine. Sozialpädagogen betreuen die Wohngruppen der jungen Flüchtlinge.

KARE unterstützt Condrobs Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Condrobs: Wir geben den Raum – Du machst daraus ein Zuhause

Deutsch lernen, einen Schulabschluss beenden oder nachholen, eine Ausbildung finden – als dies sind Projekte für die jungen Menschen, um die sich die Condrobs Sozialpädagogen kümmern. Die StudentInnen sind dabei und können sich durch Nachhilfe, Pfortendienste oder die Organisation von Freizeitaktionen ihr monatliches Budget etwas aufstocken. Im umgebauten Haus betreibt außerdem das Beschäftigungsprojekt „Viva Clara“ ein Tagescafé und eine Großküche, was StudenInnen und Flüchtlingen zusätzlich nutzt: Das Café schafft Raum für Begegnungen und Austausch der jungen Menschen und ermöglicht StudentInnen gleichzeitig, sich beispielsweise als Servicekraft etwas dazu zu verdienen.

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Ängste nehmen

Junge Menschen, die in einem fremden Land ankommen, haben zunächst niemanden an ihrer Seite. Ihre Eltern und Geschwister sind oft Tausende von Kilometern entfernt. Sie haben Angst – vor dem Neuen, das sie erwartet, sie aber nicht kennen und um ihre Familien. Die StudentInnen in ähnlichem Alter, aber mit ganz anderen Hintergründen, vor allem mit dem elementaren Gefühl von Sicherheit, mit dem sie aufgewachsen sind, können hier eine Stütze und Orientierung sein. Zum Beispiel um zu erklären, was unklar ist, zu Behörden oder Ärzten begleiten, Nachhilfe geben oder bei den Hausaufgaben helfen – oder einfach nur da sein, den anderen verstehen, ein Freund zu werden. In der Kistlerhofstraße soll Integration gelebt werden. „Das selbstverständliche Zusammenleben macht die Integration einfacher“, bringt Frederik Kronthaler, Geschäftsführer Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene, die Kernaufgabe des Projekts auf den Punkt.

KARE unterstützt Condrobs Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Ein Teil des Condrobs-Teams für das Wohnprojekt in der Kistlerhofstraße

Über Condrobs : Von Mensch zu Mensch. Zu Eigenständigkeit.

Seit über 40 Jahren verfolgt Condrobs ein Ziel: mit individuell auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmten Angeboten Menschen eine Brücke in ein selbstbestimmtes, gesundes Leben zu bauen. Ob Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, minderjährige Flüchtlinge, Frauen, Männer, Angehörige oder ältere Menschen – die Hilfen von Condrobs sind im Lauf der Jahrzehnte über die reine Prävention und Hilfen für Suchtgefährdete und -kranke hinaus stetig gewachsen. Condrobs ist mit über 40 Einrichtungen und einer Beschäftigungs GmbH einer der größten überkonfessionellen Träger für soziale Hilfsangebote in Bayern. Einen Schwerpunkt der Arbeit bilden die Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden.

KARE unterstützt Condrobs Integrationsprojekt für Flüchtlinge

Farbkonzept von Wolfgang Flatz

Beim Umbau des ehemaligen nüchternen und funktionellen Bürogebäudes hatten die Planer mit einigen Hindernissen zu kämpfen. Um Orientierung und eine Atmosphäre des Miteinanders zu schaffen, entwarf der Münchner Aktionskünstler Professor Wolfgang Flatz ein Farbdesignkonzept. Damit gelingt es, das ehemalige Bürohaus lebendig und jung werden zu lassen.

Flatz entwarf sein Konzept auf Basis der Grundfarben Blau, Rot und Gelb, aus der sich alle anderen Farben ableiten lassen. „Diese Farben sind ein Orientierungs-, Kommunikations- und Leitsystem, das ermöglicht, sich schnell und unkompliziert in einer uniformen Architektur zurechtzufinden – ebenso wie einfache Muster wie Streifen, Wellen und Punkte in Farben umgesetzt einer leichten Wiedererkennung, Identifikation und Beschreibung dienen“, erläutert Flatz seine Farb- und Musterauswahl.

Wer mehr erfahren möchte über die Arbeit von Condrobs e.V. und dieses einmalige Projekt unter der Schirmherrschaft der Stadt München mit einer Spende unterstützen möchte findet hier weitere Informationen: http://www.condrobs.de/aktuelles-projekt/