Neulich war ich auf einer Hochzeit.

Ich werde diesen Tag nicht vergessen. Nicht, weil es meine eigene war, sondern weil dieser Tag im Chaos endete. Ich frage mich, wie es soweit kommen konnte. War es die Tatsache, dass das Brautpaar nach nur kurzer Zeit nicht mehr sehr euphorisch wirkte, die Auswahl der Gäste, die sich entweder nicht kannten oder vielleicht nicht mochten? Das witzig gemeinte, aber unterirdische 80-Jahre-Buffet oder vielleicht doch der Gabentisch, der zu guter Letzt auch noch unter dem Gewicht der unerwünschten Geschenke zur Hochzeit zusammenbrach.

Der Tisch oder genauer gesagt, die besagte Last war dabei sicher nicht zu unterschätzen. Man hätte vielleicht in einen massiven Tisch investieren und nicht den Tapeziertisch vom Nachbarn ausleihen sollen. Auch hätte ein Hinweis, eventuell vermieden, dass die Gäste sich zum Scheitern verurteilte Gedanken machen müssen, sondern klar nach Anweisung ihr Geld an richtiger Stelle ausgeben, um Freude und nicht Verzweiflung zu stiften.

Schenken war noch nie eine einfache Angelegenheit. Schon gar nicht, wenn Schenkende und Beschenkte sich nur einmal im Jahr oder seltener zu Gesicht bekommen. Also unliebsame Verwandte, deren Namen oder auch den Verwandtschaftsgrad man gar nicht genau kennt. Freunde von früher, mit denen man eigentlich nichts mehr gemeinsam hat oder auch Arbeits- oder Sportvereinskollegen, die den Bräutigam oder die Braut aus durchaus dynamischen Situationen kennen und peinlich berührt sind, wenn sie ihn/sie mit besagter Verwandtschaft im privaten Umfeld erleben.

Wer rechnet damit, einen Thermomix als Geschenk zu erhalten? Na gut, wahrscheinlich mehr Menschen, als ich mir vorstellen kann. Zwei Thermomixe könnten ein peinliches Versehen sein. Aber drei ? Nicht nur eine ausgiebige Reise in die Karibik, diverse fantastische Essen beim Sternekoch oder das langersehnte und zum Anlass durchaus besser passende neue Himmelbett wären nicht nur möglich gewesen, sondern hätten auch
Sinn und Freude gemacht.

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Ein bereits bezahlter Termin zur gemeinsamen Aktaufnahme beim Fotografen, der damit sein Glück versucht, weil er mit Hochzeitsfotografie keinen Stich mehr macht. Wer will denn sowas? Was gibt es doch für fantastische Wanddekorationen für zuhause, die träumen lassen – z.B. vom gemeinsamen Karibikurlaub.

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Das 108-teilige Silberbesteck. Abgesehen vom in der Großstadt herrschenden Platzmangel, der weder ein Küchenbuffet aus dem 19. Jahrhundert und somit noch Stauraum für ein solches Besteck zulässt, wird gerne die Tatsache vergessen, dass bei Hochzeiten, wie schon erwähnt, oft Menschen angesammelt werden, die man ansonsten weder trifft, noch nach Hause einladen möchte oder kann, z.B. wegen erwähntem Platzmangel.
Wozu also das Wetteifern nach vielteiligen Geschenken. Ein schönes Designerstück für die Küche hätte es auch getan.

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Beim nächsten Mal (Hochzeit) sollte man sich dem Brautpaar zuliebe wieder mehr Gedanken machen, damit nicht nur zu viel Alkohol, sondern auch keine Tränen fließen.
Wer kein Bargeld schenken möchte, weil zu unpersönlich oder nicht vorhanden, sollte dennoch über die Wünsche des Brautpaars nachdenken. Die frisch Vermählten wollen vielleicht keine Gebrauchsanweisung lesen, sich nicht in schlimm dekorierten Fotostudios ausziehen und zum Silber putzen haben sie vermutlich auch keine Lust.

Also: Glück auf bei der Geschenkauswahl.

Oder auch mal über den Klassiker nachdenken, mit dem man nicht viel falsch machen kann:
Der gute alte Geschenk-Gutschein. Aber bitte nicht für den Akt-Fotografen.

KARE-Geschenkkarte